|
Wenn ihr Fragen zu Piercings habt, sprecht mich einfach an.
Ich kann euch preiswert Schmuck und das Stechen der Piercings vermitteln.
Eine kleine Materialkunde findet ihr weiter unten.
Diese Piercings können preiswert gesetzt werden:
Bauchnabel-Piercing
Das Bauchnabelpiercing ist eines der häufigsten aber auch eines der
Piercings, die am längsten zum Abheilen benötigen. Durch die Lage in der
Körpermitte ist dieses Piercing vielen äusserlichen Reizen wie Reibung,
Druck und Spannungen nonstop ausgesetzt, was wiederum die Wundheilung stark
beeinträchtigt und verlangsamt. Dieses Piercing kann im Prinzip radial um
die Nabelöffnung gestochen werden, meist wird jedoch die obere Hautfalte
gepierct. Der komplikationslose Heilungsverlauf dieses Piercings ist auch
stark anatomieabhängig und es muß vom Piercer große Sorgfalt auf die
richtige Plazierung des Piercings gelegt werden. Dieses Piercing verlangt
vom Kunden intensive Pflege und sollte von ihm nicht auf die leichte
Schulter genommen werden.
Abheilung: mindestens 3 bis 6 Monate
Schmuck: Ball Closure Ring, Bananabell (1,6mm)
Brustwarzen-Piercing
Das Brustwarzen-Piercing wird meist horizontal oder vertikal gestochen, kann
jedoch beliebig ausgerichtet sein. Das Brustwarzenpiercing (meist bei
Männern) wird auch gerne gedehnt und entgegen der oft geäusserten
Befürchtung führt ein komplikationslos verheiltes Brustwarzen-Piercing bei
der Frau nicht dazu, dass sie später kein Kind mehr stillen kann. Wie bei
den meisten Piercings ist auch hier die richtige Plazierung sehr wichtig.
Abheilung: 2-6 Monate
Schmuck: Barbell, BCR, Nippel Shield
Augenbrauen-Piercing
Das Piercing der Augenbraue kann entlang der gesamten Augenbraue horizontal
oder vertikal platziert werden. Dieses Piercing kann zum Auswachsen neigen (v.a.
im inneren Bereich der Augenbrauen). Während der Abheilungsphase sollten wie
bei allen Gesichtspiercings keinerlei Kosmetikprodukte in der Nähe des
Piercings verwendet werden.
Abheilung: ca. 4 bis 8 Wochen
Schmuck: Micro-Bananabell oder Micro-BCR/TUC
Helix
Das Helix-Piercing wird durch den äußeren Knorpelrand des Ohrs gestochen.
Es wird praktisch vom "normalen" Ohrloch bis oben herum zu der Stelle
gestochen, wo der Knorpelrand zur Brücke (Daith-Piercing) wird.
Dieses Piercing ist sehr weitverbreitet und wird auch oft unterschätzt -
Knorpelgewebe hat keine eigene Blutversorgung und daher eine sehr verzögerte
Wundheilung und ist sehr pflegeintensiv. Als Erstschmuck sind Stäbe besser
geeignet, da sie weniger Druck verursachen.
Abheilung: 3-6 Monate
Schmuck: BBL (1,2mm oder 1,6mm)
Industrial
Unter einem Industrial versteht man 2 Piercings, die durch einen Stab
miteinander verbunden sind. Am geläufigsten ist wohl das Helix to Helix
Industrial aber soweit es die Anatomie des Ohres zulässt sind auch andere
Kombinationen möglich, wie z.B. Conch to Conch Industrial, Helix to Conch
Industrial oder Tragus to Conch Industrial. Beim Stechen eines Industrials
ist v.a. auf die korrekte Plazierung der Piercings großer Wert zu legen, da
durch die starre Verbindung der beiden Piercings so gut wie keinerlei
Spannungsausgleich im Ohr mehr stattfinden kann. Dieses Piercing ist nicht
bei Jedem möglich, da es stark anatomieabhängig ist.
Abheilung: 3-6 Monate
Schmuck: langer Barbell
Labret-Piercing
Das Labret Piercing wird (meistens in der Mitte) unterhalb der Unterlippe
gestochen. Dieses Piercing neigt zum Anschwellen und deshalb sollte ein
ausreichend langer Stab am Beginn eingesetzt werden. Nach Abschwellung der
Lippe muß ein kürzerer Stab eingesetzt werden um unnötige Reibung an den
Zähnen und am Zahnfleisch zu vermeiden.
Abheilung: ca. 4 Wochen
Schmuck: Typischer Schmuck ist der Labret Stud
Labret vertikal
Ein vertikales Labret Piercing fängt unterhalb der Lippe an und endet in der
Mitte der Lippe (im Lippenrot). Vorteil dieses Piercings ist der Umstand,
daß man keine Platte wie beim normalen Labret im Mundinnenbereich hat, die
eventuell störend sein könnte. Dieses Piercing schwillt genauso wie ein
Labret Piercing an und deshalb sollte auch hier ein Stab von ausreichender
Länge eingesetzt werden
Abheilung: 4 bis 8 Wochen
Schmuck: Bananabell (1,6mm)
Lobe
Das Lobe-Piercing - oder auch "Ohrloch" im Volksmund genannt - ist das wohl
am meisten verbreitete Piercing. Vom Schiessen mit Ohrlochpistolen ist
dringend abzuraten - man soll sich dieses Piercing wie jedes andere auch nur
von einem Piercer stechen lassen. Die Abheilung ist sehr unkompliziert und
schnell und nachdem es verheilt ist, eignet es sich gut zum Aufdehnen wobei
das Dehnen sehr langsam und vorsichtig erfolgen soll.
Abheilung: 3 bis 5 Wochen
Schmuck: BCR, Ohrstecker, Ohrringe ... uvm.
Madonna-Piercing
Das Madonna (oder auch chrome crawford) Piercing ist vom Prinzip her ein
Labret Piercing an der Stelle an der einige Stars (z.B. Madonna) einen
Schönheitsfleck (Muttermal) haben. Die Plazierung erfolgt links oder rechts
an der Oberlippe. Es schwillt etwas mehr und länger an als ein normales
Labret Piercing, da dieses Piercing durch Muskelgewebe gestochen wird und
durch die Muskelkontraktionen der Stichkanal mehr gereizt wird.
Abheilung: ca 4 - 8 Wochen
Schmuck: Labret Stud
Medusa-Piercing
Das Medusa Piercing wird in der Mitte oberhalb des Mundes gestochen und ist
damit eine weitere Variation des Labret Piercings. Es ist schmerzhafter als
ein Labret oder Madonna Piercing, da an dieser Stelle noch Nerven vom Septum
auslaufen. Auch hier sollte nach der Abschwellung ein kürzerer Stab
eingesetzt werden.
Abheilung: ca. 4 bis 6 Wochen
Schmuck: Labret Stud (z.B. mit Juwel)
Oberflächenpiercings (Surface)
Bei Oberflächenpiercings handelt es sich um Piercings, die an Stellen
gestochen werden ,die nicht in die Kategorie der Standardpiercings gehören.
Klassische Stellen für Oberflächenpiercings sind: Hals (Madison), Brustbein
(Sternum oder Cleavage), Handgelenk (Wrist), vertikale Bridge sowie eine
klassische Intimpiercings wie Pubic und Christina. Der Heilungserfolg
solcher Piercings ist sehr gering, die meisten dieser Piercings wachsen mit
der Zeit heraus und hinterlassen Narben.
Abheilung: einige Monate
Schmuck: Surface Bars, Bananabells
Septum-Piercing
Das Septum-Piercing wird durch das Mischgewebe (Schleimhaut/ Knorpel) am
unteren Ende der Nasenscheidewand gestochen. Dieses Piercing ist schwierig
gerade zu plazieren, da so gut wie keine Nasenscheidewand gerade ist und
dieser Makel ausgeglichen werden muß um ein gerade Septum Piercing zu
erhalten. Die Nase ist nach dem Stechen sehr empfindlich.
Abheilung: 2-3 Monate
Schmuck: BCR oder spezieller Septum-Schmuck
Zungen-Piercing
Das Zungenpiercing wird in der Regel in der Mitte der Zunge vertikal
gestochen. Als Erstschmuck für das frische Zungenpiercing wird ein
extralanger Barbell gesetzt der sich im ersten Moment zwar viel zu lang
anfühlt, aber notwendig ist da die Zunge meistens durch die entstandene
Verletzung anfängt anzuschwellen (in der Regel bis zu 150% ihres Umfangs).
Der verwendete Schmuck muss also die einige Tage andauernde Schwellung des
Zungenmuskels ausgleichen. Nach vollständiger Abheilung wird der lange
Barbell gegen einen kürzeren getauscht. Das Zungenbändchen auf der
Unterseite der Zunge darf nicht durchstochen werden und die untere Kugel des
Stabes darf nicht auf das Zungenbändchen drücken. Nach Abschwellung der
Zunge muß ein kürzerer Stab eingesetzt werden, mit diesem fällt dann die
Handhabung des Piercings um einiges leichter und die Gefahr des
unbeabsichtigten Daraufbeissen wird auch vermindert. Sollte die Zunge lang
genug sein, kann man auch mehrere Zungenpiercings tragen.
Abheilung: 3-4 Wochen
Schmuck: Barbell
Intimpiercings Frau:
Christina-Piercing
Das Christina Piercing ist mehr oder weniger ein Oberflächenpiercing und
verheilt dementsprechend schlecht und langsam. Es ist nicht bei jeder Frau
aus anatomischen Gründen durchführbar. Die Platzierung erfolgt von der Falte,
die die äußeren Schamlippen am oberen Ende bilden bis zum Schamhügel.
Dieses Piercing hat beim Sex keinerlei Funktion, es kann sogar unangenehm
für die Frau sein, wenn darauf Druck ausgeübt wird (passiert auch beim
Tragen von engen Hosen), außerdem erschwert dieses Piercing die Intimrasur.
Abheilung: mindestens 2 bis 3 Monate
Schmuck: Bananabell (1,6mm), Surface bar (1,6mm)
Innere Schamlippen (Inner Labia)
Das Piercen der inneren Schamlippen ist recht schmerzlos und diese Piercings
verheilen recht schnell und unkompliziert. Dieses Piercing ist (wie viele
Intimpiercings bei Frauen) stark von der persönliche Anatomie abhängig und
daher nicht bei jeder Frau machbar. Die inneren Schamlippen werden meistens
paarweise gepierct und soweit es die anatomischen Verhältnisse zulassen kann
man die inneren Schamlippen auch mehrfach piercen lassen. Diese Piercings
passen sehr gut zu Klitorisvorhautpiercings (horizontal und/oder vertikal)
und man kann sie auch gut mit äußeren Schamlippenpiercings kombinieren.
Abheilung: 2 bis 3 Wochen
Schmuck: BCR (mindestens 1,6mm)
Äussere Schamlippen (Outer Labia)
Die Plazierung von Piercings an den äußeren Schamlippen sollte so sein, daß
der Ring die äußere Schamlippe umfasst. Diese Piercings sind bei allen
Frauen machbar, die Heilung ist etwas langwieriger, da dauerhafte Reizung
durch Kleidung und Bewegung entsteht. Die äußeren Schamlippen werden meistens
paarweise gepierct
Abheilung: 6 bis 8 Wochen
Schmuck: BCR (mindestens 1,6mm) aber auch BBL oder Babanabells (mindestens
1,6mm)
Klitoris Vorhaut Horizontal (KVH)
Dieses Piercing wird horizontal durch die Klitorisvorhaut gestochen. Als
Schmuck wird ein kleiner BCR eingesetzt, der so gewählt werden sollte, dass
die Kugel direkt auf der Klitoris liegt. Anatomische Voraussetzungen für
dieses Piercing ist eine ausreichend große Klitorisvorhaut. Dieses Piercing
kann auch mehrfach ausgeführt und mit einem vertikalem
Klitorisvorhautpiercing kombiniert werden.
Abheilung: ca. 2 bis 3 Wochen
Schmuck: BCR (mindestens 1,6mm)
Klitoris Vorhaut Vertikal (KVV)
Dieses Piercing wird vertikal durch die Klitorisvorhaut gestochen. Der
Schmuck übt bei dieser Variante durch den direkten Kontakt zur Klitoris
einen intensiven Reiz aus. Hier sollte die Schmucklänge so gewählt werden,
daß die untere Kugel auf der Klitoris aufliegt (dadurch ist sie manchmal
nicht sichtbar). Dieses Piercing kann auch gut mit einem horizontale
Klitorisvorhautpiercing kombiniert werden.
Abheilung: ca. 4 Wochen
Schmuck: MicroBBL, BCR, PTFE-Stab
Fourchette
Ein Fourchette Piercing ist ein eher seltenes Piercing bei der Frau, es wird
dort platziert, wo die inneren Schamlippen am unteren Ende zusammentreffen.
Dieses Piercing ist nicht bei jeder Frau durchführbar.
Abheilung: 4 bis 6 Wochen
Schmuck: Bananabell (1,6mm), BCR (1,6mm)
Intimpiercings Mann:
Frenum
Ein sehr beliebtes Intimpiercing bei Männern. Es wird etwas unterhalb des
Vorhautbändchens gestochen um ein evtl. ausreißen des dünnen Bändchens zu
vermeiden. Das durchstechen der dünnen Haut ist sehr unkompliziert und heilt
sehr schnell ab. Es ist als Intimpiercing für Einsteiger sehr zu empfehlen.
Abheilung: 2-4 Wochen
Schmuck: Ring oder Barbell (mindestens 1,6mm)
Hafada-Piercing
Das Hafada Piercing (auch Scrotal-Piercing) ist ein Intimpiercing des
männlichen Hodensacks. Die Ausheilung ist teilweise langwierig, da das
Piercing an dieser Stelle kaum zur Ruhe kommt. Dieses Piercing eignet sich
gut zum Dehnen.
Abheilung: 6-8 Wochen
Schmuck: BCR; BBL (mindestens 1,6mm)
Pubic-Piercing
Das Pubic Piercing wird am Penisansatz gestochen und ist mehr oder weniger
ein Oberflächenpiercing, was auch seine schwierige Abheilung erklärt. Dieses
Piercing neigt zum Auswachsen und verheilt sehr langsam und schlecht.
Abheilung: mindestens 2 bis 3 Monate
Schmuck: Bananabell (1,6mm), BCR (1,6mm), Surface Bar (1,6mm)
Diese Materialien können verwendet werden:
(Für den Ersteinsatz wird grundsätzlich Titan oder Bioplast/Bioflex/PTFE
verwendet.) Titan
Titan des Grades 23 (6AL-4V-ELI) entspricht genau der europäischen
Nickelrichtlinie von 2001 für ausgangsdurchdringende Piercings und ist auch
für Ersteinsatz hervorragend geeignet. Schon lange wird Titan in der Medizin
und seit einigen Jahren auch im Bereich Piercing wegen seiner
außerordentlichen Eigenschaften erfolgreich eingesetzt:
* es ist um die Hälfte leichter als Stahl
* es ist biokompatibel
* es oxidiert / korrodiert nicht
* die Oberfläche kann nachhaltig bearbeitet werden
* es besitzt eine sehr hohe Formbeständigkeit
* es kann anodisiert werden (bietet ein breites Spektrum an
Oberflächenfarben)
* es ist nickelfrei BioFlex
BioFlex eignet sich hervorragend für den Piercing-Bereich. BioFlex ist
sowohl im Heissluftsterilisator als auch im Autoklav sterilisierbar. BioFlex
ist absolut biokompatibel. Die Gefahr allergischer Reaktion ist gleich Null.
BioFlex enthält keinerlei Nickel und entspricht völlig der Europäischen
Nickelverordnung. BioFlex passt sich an, schneiden Sie es mit einem Messer
auf die gewünschte Länge zurecht. Sobald das Piercing abgeheilt ist, kann
der BioFlex Stab entsprechend gekürzt werden. BioFlex ist sehr biegsam und
passt sich bequem jeder Körperbewegung an. BioFlex ist transparent und die
optimale Lösung als Ersatz für Piercingschmuck. Bioflex ist ein
Medizinischer Grad Kunststoff, der erfolgreich den USP (Vereinigte Staaten
Pharmakopoe) und den Klasse VI Biokompatibilitätstest bestanden hat. Bioflex
erfüllt die Richtwerte der Europäischen Pharmakopöe Bestimmungen von 1997.
Bioplast
Bioplast ist ein biokompatibles Material, das autoklavierbar ist. Es kann zu
jeder möglichen Länge geschnitten werden, ist selbstschneidend (mit
irgendeiner Stahl- oder Titankugel) und ist total flexibel. Es verursacht
keine allergischen Reaktionen. Frei kombiniert mit Titan oder mit
chirurgischen Stahlkugeln, ist es das beste für Erstpiercings zu verwendende
Material.
PTFE
PTFE ist flexibel und kann zu jeder möglichen gewünschten Länge
zugeschnitten werden. Es kann entkeimt werden (-200 C bis zu +260 C) und
verursacht keine allergischen Reaktionen (Nickel frei). PTFE schneidet das
Gewinde selbst.
Edelstahl 316 L
NICHT FÜR ERSTEINSATZ GEEIGNET!!!
Aufgrund seiner rostfreien Eigenschaft wird Chirurgenstahl 316L verbreitet
in der Medizintechnik eingesetzt. Edelstahl ist deswegen auch als
Piercing-Material zu empfehlen. Es ist hochglanzpoliert und in verschiedenen
Variationen erhältlich. Dieser Edelstahl-Schmuck ist für Zweit-Piercing
ausgezeichnet geeignet.
(Quelle der Infos zu den einzelnen Piercings: www.wildcat.de)
|